Mit den Vorbereitungen begann der 1200 Mitglieder große Verein in einer fünfstündigen Sitzung am Samstag im Parkhotel und vergaß dabei auch die Menschen nicht, die in den kommenden Monaten noch ganz besonders viel Hilfe brauchen.
Die Unwetterkatastrophe im Juli, nur wenige Tage vor den eigentlichen Fest in der Gartenschaustadt, hat auch die Bürgerschützen tief bewegt. So konnten bei den kleinen Feierlichkeiten in den Kompaniebereichen 11.500 Euro für die Flutopfer gesammelt werden. Die stolze Summe stockte das Bataillon nun auf 15.000 Euro auf. Mit dem Geld soll im Rahmen des Wiederaufbaus in den betroffenen Gebieten ein Projekt ganz gezielt gefördert werden. „Wir würden gerne einen Kindergarten unterstützen, stehen dazu in Kontakt mit den zuständigen Behörden vor Ort und werden bis zu Beginn der Vorweihnachtszeit eine Entscheidung treffen“, kündigte Oberst Düsing an.
Das Schützenfest mit dem Königsschießen am 9. Juli und dem großen Fest vom 16. bis zum 18. Juli 2022 soll wieder in bewährter Tradition gefeiert werden. Die Proklamation des neuen Königspaares und der Prinzen im Anschluss an das Königsschießen wird allerdings künftig einem größeren Kreis zugänglich gemacht und daher vom Sektstübchen an den Außenthron verlagert. Sollten die Witterungsbedingungen das nicht zulassen, wird die Übergabe der Insignien in Zukunft vor dem Hofbereich im Schützenhaus stattfinden. „Das ist der erste Höhepunkt der Festwoche, den wollen wir mit allen interessierten Bürgern, Gästen und Schützenbrüdern gemeinsam feiern“, begründete Düsing.
Die Kirmesmeile mit dem beliebten Bummelpass für die kleinen Gäste wird es wieder geben. Mit der bekannten Coverband „Nightfire“ wurde bereits eine Vereinbarung für den Schützenfestsamstag getroffen. Außerdem werden der Verein und der Festwirt dafür sorgen, dass alle bis dahin noch geltenden Hygienevorschriften eingehalten werden. Wobei Düsing mit Blick auf die Corona-Krise natürlich weiter auf eine deutliche Entspannung hofft: „So weit es geht, wollen wir zur Normalität zurückkehren. Bis zum Fest sind es noch knapp neun Monate, bis dahin wird unbeschwertes Feiern in toller Gemeinschaft hoffentlich wieder möglich sein.“
Hauptmann Frank Täubert von der Klumpsack-Kompanie wird am Schützenfestsamstag zum ersten Mal den Zapfenstreich vor dem Rathaus kommandieren und folgt damit auf Platzmajor Eckehard Flender, der sich im August nicht mehr zur Wahl gestellt hatte. Neu ist auch, dass künftig alle Königinnen zum Schützenfrühstück am Montagmorgen ins Schützenhaus eingeladen werden. „Das soll ein zusätzliches Dankeschön für die Zeit ihrer Regentschaft sein“, sagte Düsing, der mit seinem Vorstandsteam noch an weiteren kleinen Neuerungen arbeitet, aber noch nicht mehr verraten wollte: „Wir haben einige Ideen, werden aber zunächst abwarten müssen, was sich auch tatsächlich umsetzen lässt.“
Doch nicht nur Schützenfest soll 2022 wieder gefeiert werden. Der bereits zweimal pandemiebedingt abgesagte „Ball der Königin“ zu Ehren von Majestät Nadine Täubert wird am 23. April 2022 endlich nachgeholt. Die Band „Relax“ sorgt an diesem Abend im Schützenhaus für Stimmung, außerdem plant Oberstleutnant Dirk Lappe auch wieder einen besonderen Show-Akt. Einen Termin für den alle drei Jahre stattfindenden Seniorennachmittag der Schützen gibt es auch: Am 7. Mai 2022 sollen sich die älteren Schützen mit ihren Ehefrauen oder Partnerinnen im Schützenhaus treffen und einige schöne Stunden verbringen.




